John Barrowman scheint derzeit überall zu sein. Nach einem Bericht der Daily Mail soll Captain Jack ab März in die fiktive Wisteria Lane ziehen, die Heimat der “Desperate Housewives” und in mehreren Folgen zu sehen sein. Mit welcher der Hausfrauen er anbändeln wird, wurde noch nicht vermeldet, die verschiedenen Handlungsstränge sind noch “streng geheim”. Bekannt ist nur, dass er einen Bösewicht spielen soll und dass die Folgen im Frühjahr in den USA ausgestrahlt werden.
Samstag, 30. Januar 2010
John Barrowman bei Desperate Housewives
John Barrowman scheint derzeit überall zu sein. Nach einem Bericht der Daily Mail soll Captain Jack ab März in die fiktive Wisteria Lane ziehen, die Heimat der “Desperate Housewives” und in mehreren Folgen zu sehen sein. Mit welcher der Hausfrauen er anbändeln wird, wurde noch nicht vermeldet, die verschiedenen Handlungsstränge sind noch “streng geheim”. Bekannt ist nur, dass er einen Bösewicht spielen soll und dass die Folgen im Frühjahr in den USA ausgestrahlt werden.
Italienische "Cats"-CD vorgestellt
Pünktlich zur langerwarteten Mailand-Premiere im Teatro Allianz hat die Compagnia della Rancia die italienische Cast-Aufnahme von Andrew Lloyd-Webber’s “Cats” präsentiert Vor 10-15 Jahren hätte die Veröffentlichung einer neuen “Cats”-CD vermutlich noch tausende Sammlerherzen weltweit höherschlagen lassen, heute ist die große Begeisterung ziemlich abgeflaut. Trotzdem dürfte sich “Cats” auf italienisch nicht nur für Sammler lohnen – schliesslich wurde ALW oft genug vorgeworfen, er hätte bei Puccini geklaut. Bei der italienischen Version von “Memory” (“Ricordi”), gesungen von Giulia Ottonello, dürfte dies am deutlichsten werden. Zum Glück hat man es in Italien geschafft, die ganze Show auf eine CD zu quetschen, die während der Tournee in den jeweiligen Theatern erhältlich sein wird.
Donnerstag, 28. Januar 2010
Dans der Vampieren ab 12.September in Belgien
Musical van Vlaanderen kann ab September die geplante flämische Produktion von "Tanz der Vampire" in Antwerpen spielen. Die Klage der Musicalproduzenten Studio 100 und Stihmul gegen die ihrer Ansicht nach ungerechtfertigen Subventionen für Musical van Vlaanderen wurde abgewiesen, berichteten mehrere belgische Zeitungen in dieser Woche. Durch die Klage musste Musical van Vlaanderen im letzten Jahr die geplante Premiere vorläufig absagen. Stattdessen wird in diesem Frühling zunächst das französische Hit-Musical “Notre Dame de Paris” in Antwerpen und Gent gespielt. Nach dem Urteil wurde dann prompt der 12.September als neues Premiendatum für “Dans der Vampieren” genannt. Musical van Vlaanderen erhält in den Jahren 2010, 2011 und 2012 jeweils 2,4 Mio. Euro Subventionen.PS: Wer mich kennt, weiß, dass ich mit der Vampirklamotte absolut nichts anfangen kann. Gut, ich habe in Oberhausen schliesslich meinen Frieden damit gemacht, aber es gibt gefühlt 500 Musicals die mir näher sind als die öden Polanski-Beißer. Daher, liebe Leser, erwartet keine weiteren Berichte von mir darüber. Spieltermine und was man sonst so noch wissen will, gibt’s demnächst unter www.musichall.be
Besetzung von “American Idiot” steht fest
Keine großen Überraschungen gab es bei der Verkündung der Broadway-Besetzung für das Green Day-Musical “American Idiot”: Wie schon in Berkeley bei der Uraufführung werden John Gallagher Jr (Johnny) undTony Vincent (St.Jimmy) wieder dabei sein, genau wie ein Großteil der Cast. Prominentester Neuzugang ist Stark Sands, der am Broadway zuletzt im preisgekrönten Schauspiel “Journey’s End” zu sehen war und in diesem Winter als Clyde in Frank Wildhorns “Bonnie & Clyde” in La Jolla, San Diego. In den weiteren Hauptrollen: Michael Esper (Will), Rebecca Naomi Jones (Whatshername), Christina Sajous (The Extraordinary Girl) und Mary Faber (Heather). Die offizielle Premiere von “American Idiot” ist am 20.April, die Previews beginnen am 24.März. Der Kartenvorverkauf beginnt am 14.Februar.
Hairspray schliesst in London - kommt Flashdance?
Nachdem die Gerüchteküche schon länger brodelte, wurde gestern das offizielle Aus für "Hairspray" in London verkündet: Am 28.März schliesst die Show im Shaftesbury Theatre, zwei Tage später startet sie als UK Tour in Cardiff. Damit zieht man wohl die Konsequenzen aus dem schleppenden Kartenabsatz der letzten Monate. Mit einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren hat "Hairspray" zwar den "Fluch des Shaftesbury Theatre" gebrochen, das vorher eine Reihe von Flops beherbergte, aber ein richtiger Knaller war es nach den ersten Monaten (mit Michael Ball) auch nicht. Was nun ins Shaftesbury Theatre kommt, ist noch nicht bekannt - eines der Gerüchte besagt ,dass "Flashdance" nun nach ausgiebiger Tournee endlich ins West End kommen soll, ein noch spannenderes Gerücht besagt, dass "Sister Act" aus dem zu großen Palladium, dessen Sitze es nur schwer gefüllt bekommt, umziehen soll ins kleinere Shaftesbury Theatre. Auf das Palladium jiepern schon die Produzenten von "Shrek - the Musical" - das allerdings in New York auch nicht gerade von Erfolg gekrönt war. Ein anderer Kandidat ist das große Revival von "The Wizard of Oz", für das Andrew Lloyd-Webber gerade publikumswirksam die neue Dorothy per Casting Show suchen lässt.
"Legally Blonde" scheint sich derweil zum Hit zu mausern: Der Vorverkauf, der bislang nur bis Mai 2010 lief, wurde bis 20.Februar 2011 verlängert. Auch "Priscilla" läuft weiterhin prächtig und verkauft nun bis 26.Februar 2011 Tickets.
Mittwoch, 27. Januar 2010
Produzenten vs Verbraucherschutz
Es ist schon traurig, dass es in Deutschland immer soweit kommen muß, dass der Verbraucherschutz eingreift. Erst im letzten Jahr wurde Stage Entertainment dazu verdonnert in der Werbung Endpreise für Tickets zu benennen, statt mit illusiorischen "ab 19 Euro"-Preisen zu werben, zu denen noch allerhand Zwangsgebühren kamen. Da ging es den Noch spannender ist jedoch, was sich derzeit zu Köln am Rhein zuträgt: Bei "Hairspray" hatte man gezielt zugkräftige Stars für die Hauptrollen engagiert und mit Maite Kelly und Uwe Ochsenknecht ordentlich die Werbetrommel gerührt. Zugleich hatte man nicht nur für Ochsenknecht eine Alternate Edna engagiert (Tetje Mierendorf) sondern auch noch den üblichen Wust an Zweitbesetzungen, Swings und Covers, so dass es einer Lotterie gleich kam, wer nun letztendlich auf der Bühne stand. Das war schon zu seligen Stella-Zeiten ein immer wiederkehrendes Ärgernis. Schon 1990 gab es lange Gesichter wenn statt dem viel beworbenen Peter Hofmann ein anderes Phantom der Oper durch die Neue Flora geisterte und 1996 war es in Essen nicht anders, als mit dem "Marienhof-Star Andreas Bieber" als Joseph geworben wurde, der jedoch häufiger durch Abwesenheit glänzte. Von zahllosen verärgerten Musicalfans gar nicht anzufangen, die oft weite Strecken zurücklegten um "ihren" Liebling in einer neuen Rolle zu erleben und diesen dann nicht zu sehen bekamen. Das Internet und die zahllosen Fanclubs und Fanpages haben da zwar etwas helfen können, wenn Darsteller selbst ihre Fans informieren wann sie spielen, aber diese Informationen sind nunmal meistens kurzfristig verfügbar, während die meisten ihre Wochenendtrips und andere mehrtägige Reisen nun einmal eine Weile im voraus buchen müssen. Ich wage sogar zu behaupten, dass zumindest ein kleiner Teil der fehlenden Ticketumsätze durch diese ewigen "Besetzungs-Lotterien" entstanden – weil Fans irgendwann schlicht und einfach keine Lust mehr haben, wegen einem bestimmten Darsteller zu einem Stück zu reisen wenn sie ohnehin nicht sicher sein können, dass dieser spielt.
Das Publikum hatte diese seltsame Lotterie erstaunlich lange klaglos hingenommen, doch in Köln war das Maß nun voll: Enttäuschte "Hairspray"-Besucher die Uwe Ochsenknecht und Maite Kelly sehen wollten, beschwerten sich wenn andere Darsteller auf der Bühne standen und schließlich griff die Verbraucherschutzzentrale NRW ein. Wie die Kölnische Rundschau gestern berichtete, wurden die Musicalproduzenten zu mehr Transparenz verdonnert – und die Spieltermine von Ochsenknecht und Kelly auf der Website veröffentlicht. Wie das alles in der Praxis aussehen wird, bleibt abzuwarten, doch es ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Schliesslich ist es anderswo völlig normal, dass beworbene Stars alle acht Vorstellungen pro Woche spielen und auf ihre Urlaubswochen sogar bei der Ticketbuchung extra hingewiesen wird. Wenn dann doch mal jemand ausfällt, so wie Rowan Atkinson bei "Oliver" aufgrund seines Leistenbruchs, nimmt der Besucher es dann auch viel eher hin. Denn Verletzungspech kann jeder mal haben.
Viel Feind, viel Ehr
Ui da plustert der kleine unbedeutende Schreiberling dieses noch jungen unbedeutenden Blogs doch gerade mal stolz das Gefieder auf. Der Autor des großen Vorbildes widmete ihm eine Zeile in seinem jüngsten Beitrag! Schön ist es doch, gelesen zu werden! Schön ist es auch zu schmunzeln, wie man sich zu Wien im glücklichen Austria die Pleite der Wildhorn-Schmonzette schön zu reden versucht. Am schlechten Marketing hat’s gelegen, am bösen Uwe Kröger, am bösen Drew Sarich, der keine Promo machen mochte, an der Übersetzung – ja, scheinbar an allem, nur nicht an dem banalen überzuckerten Nichts selbst das Frank Wildhorn und Jack Murphy aufs Papier geschmiert hatten. In Budapest war’s ja auch ein Erfolg. Naja. Die 900 Sitze des Budapester Operettentheaters 20x im Jahr zu füllen ist was anderes als die 1150 Sitze des Raimund Theaters allabendlich für ein Jahr. Zumal man auch in Budapest nur begrenzt von einem Erfolg sprechen kann, wenn man sieht, dass es schon wieder aus dem Spielplan des Operettentheaters verschwunden ist, während andere Stücke seit Jahren dort laufen.Ach, was ist eigentlich so schlimm daran zu sagen “bei der Allgemeinheit kam’s nicht an, aber MIR gefielen die zahllosen Breitbandballaden trotz ihrer dümmlichen Texte, MIR ist es wurst wenn Amerikaner unseren Kronprinz auf eine fiktive banale Liebesgeschichte reduzieren, die auch im Sonntagabend-Programm des ZDF laufen könnte, schade, dass es nicht besser gelaufen ist”, warum muss man einen Flop selbst mit aller Gewalt schön reden wollen? Ich mag genug Musicals, die bei der breiten Allgemeinheit nie angekommen sind, aus welchen Gründen auch immer. Die einen mögen halt zuckriges Nichts, die anderen mögen drögen Sondheim, für die dritten sind Musicals nur gut wenn sie 50 Jahre alt sind und eine Reihe Chorus Girls enthalten. Gefloppt sind in der letzten Zeit außerdem noch viel bessere Stücke als die Wildhorn-Schmonzette und selbst ein international gefeiertes Stück wie “Hairspray” scheint es in Köln trotz Star-Besetzung, rundherum positivem Feedback und Ermäßigungen sehr schwer zu haben. Also nimm’s nicht so tragisch, mein Freund aus Austria, ihr könnt trotzdem stolz sein auf das, was die VBW in den letzten zwei Jahren gebracht haben, denn auf der Haben Seite stehen noch immer “Frühlings Erwachen” und die “Producers”.
Montag, 25. Januar 2010
Noortje ist Mary Poppins
Die 24-jährgie Noortje Herlaar aus Maassluis hat sich beim großen Finale von “Op zoek naar Mary” durchgesetzt und wird nun bei der niederländischen Uraufführung von “Mary Poppins” die Titelrolle spielen. Noortje, die ihre Ausbildung an der Muziektheateracademie des Conservatorium von Rotterdam absolvierte, soviele an der Dansacademie Codarts, sang in mehreren Bands und spielte zunächst in einem Kindertheaterstück mit, ehe sie ihr Musicaldebüt als Lisa Houseman in der niederländischen Version von “Dirty Dancing” in Utrecht gab. Später war sie in “Urinetown” in Amsterdam dabei und synchronisierte nebenbei diverse Kinderserien. Für die AVRO war “Op zoek naar Mary” ein neuer Quotenhit, der mit 2,10 Mio. Zuschauern seine Vorgänger “Joseph” und “Evita” (je 1,3 Mio. Zuschauer) um einiges übertraf. Am 27.März 2010 wird “Mary Poppins” im Circustheater Scheveningen Premiere feiern.
“Lend me a tenor” im Herbst als Musical ins West End
Das Musical von Brad Carroll (Musik) und Peter Sham (Buch und Texte), das im September im Theatre Royal Plymouth uraufgeführt wird, soll anschließend auch ins West End gehen. Bereits im März wird in London ein Workshop präsentiert, sowie eine Lesung in Manhattan, wo u.a. Ed Dixon, Jill Paice, Jared Tanner, Cady Huffman und Steven Stein-Granger die Hauptrollen singen. Wer in England dabei sein wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Ken Ludwig, eine klassische Screwball Comedy, die sowohl in London als auch in New York in den 80’er Jahren große Erfolge feierte und drei Tonys gewann. “Lend me a tenor” spielt im September 1934. Die Cleveland Grand Opera Company und ihr Manager Saunders dürfen den berühmten Tenor Tito Morelli (Il Stupendo) für einen Abend als Stargast in der Titelrolle des Otello begrüßen. Durch eine doppelte Dosis Beruhigungsmittel außer Gefecht gesetzt, will Saunders seinen Assistenten Max dazu überreden, den Otello zu spielen und das Publikum glauben zu lassen, dass Il Stupendo auf der Bühne steht. Als der echte Morelli zu sich kommt, sind komische Verwicklungen die Folge.
Flotte Komödien eignen sich meinesachtens eher wenig als Musical, doch wenn ansonsten “Uraufführungen” wie das Spice Girls-Musical “Viva Forever” drohen oder bestenfalls “Flashdance” im Shaftesbury Theatre, will man dieses neue Projekt ja gerne willkommen heißen. Am Broadway wird im Frühling übrigens das originale Stücke von Ken Ludwig noch einmal zu sehen sein – mit Anthony LaPaglia und Tony Shalhoub, den meisten bekannt als “Monk” aus der gleichnamigen TV-Serie.
Sonntag, 24. Januar 2010
Avenue Q zieht in London zum zweiten Mal um, kommt nach St.Gallen?
Das erfolgreiche Puppen-Musical “Avenue Q” zieht in London zum zweiten Mal um – diesmal vom Gielgud Theatre, wo im April der Broadway-Transfer von “Hair” einzieht, ins Wyndham’s Theatre am Leicester Square. Damit haben sich auch die aufkeimenden Gerüchte zerschlagen, dass das erfolgreiche “Sweet Charity”-Revival der Menier Chocolate Factory ins Wyndham’s umziehen könnte. Wenn “Avenue Q” am 19.März seine dritte London-Premiere feiert, sind Paul Spicer, Jacqueline Tate und Delroy Atkinson neu dabei. Derweil scheint sich das Stadttheater St.Gallen die Rechte an der deutschsprachigen Uraufführung von “Avenue Q” gesichert zu haben. Natürlich macht es Sinn, dieses eher kleine Musical in einem Stadttheater zu präsentieren und nicht in einem der riesigen Betonbunker der Stage Entertainment, aber bezeichnend ist es schon, dass St.Gallen nun nach “Hairspray” und “Monte Christo” schon wieder eine Uraufführung herausbringt, während unsere Mogule nur Rotationen und Recyclings von Pop/Rock-Sängern im Herbst ihrer Karriere zustande bringen.
Dienstag, 19. Januar 2010
Excalibur in Köln - ein grandioses Spektakel
Im Stil der "spectacles" kommt nun auch diese Tournee-Produktion daher, gemischt mit Riverdance, Cirque du Soleil und bombastischer Rockmusik dargeboten von Stars wie Alan Parsons, Les Holroyd, Johnny Logan, der Folksängerin Jacqui McShee, die stimmlich und optisch stark an die von mir verehrte Loreena McKennitt erinnerte und die deutsche Mittelalterband Corvus Corax, die mir schon von einigen Mittelalterfesten bekannt war. Für leise Töne sorgte die französiche Harfinistin Cecile Corbel, die auch in Alan Simons neuem Werk "Anne de Bretagne" die Titelrolle singt.
Musicalpuristen werden sich von "Excalibur" vermutlich mit Grauen abwenden, doch wer dem Spektakel mit Offenheit begegnet, wird hier zweieinhalb Stunden mit grandioser Musik, Tanz und Zirkuseinlagen verzaubert. Der dünne Handlungsfaden wird von Film- und TV-Schauspieler Michael Mendl als Merlin zusammengehalten und hakt die üblichen Stationen der Artus-Legende ab – der Betrug von Uther Pendragon, der sich in der Gestalt ihres Ehemanns ins Bett der schönen Ygraine schmuggelt und mit ihr Artus zeugt, der junge Artus, der Excalibur aus dem Felsen zieht und zum König von Britannien gekrönt wird, die Ritter der Tafelrunde, die Hochzeit mit Guinevere und deren Betrug an Artus mit Lancelot, die intrigante Halbschwester Morgana, die mit Artus den Sohn Mordred zeugt, der Artus schliesslich tötet und Artus' Abgang nach Avalon, wo er angeblich schläft um eines Tages wiederzukommen.Neben all den Schmonzetten und leichtgewichtigen "Fun"-Shows (an denen ich ja auch oft genug meinen Spass habe) war es einfach schön, nochmal ein so bildgewaltiges Spektakel mit grandioser Rockmusik zu hören, das auch die letzten neuen französischen Spectacles wie"Cleopâtre" locker an die Wand singt. Am liebsten würde ich dieses Werk einmal Open Air dort erleben wo es hingehört, z.B. in einer alten Burgruine in der Bretagne. Wer diese Woche noch Gelegenheit hat, sollte sich "Excalibur" nicht entgehen lassen!
Montag, 18. Januar 2010
Golden Globes: Avatar siegt, Nine geht leer aus
Auch auf Darstellerseite viel erfreuliches: Robert Downey Jr als bester Schauspieler im Bereich Comedy für “Sherlock Holmes” und Jeff Bridges im Bereich Drama für “Crazy Heart”, bei den Damen Sandra Bullock im Bereich Drama für “The Blind Side” und Meryl Streep im Bereich Comedy für “Julie & Julia”. Auch in den Nebenrollen völlig verdiente Sieger – Mo’nique in “Precious” und ganz besonders erfreulich: Christoph Waltz für “Inglorious Basterds”.
Im Fernsehbereich dominierten Dauerbrenner wie “Mad Men”, Michael C.Hall für “Dexter” und Alec Baldwin für “30 Rock”, doch auch "Glee" konnte punkten und gewann den Award für die beste Comedy/Musical TV Serie. Eine zweite Saison ist mittlerweile in Vorbereitung.
Freitag, 15. Januar 2010
Next to Normal – Europapremiere in Oslo 2010
Die Norweger aber auch. Während der Rest der europäischen Musicalgemeinde auf einen Transfer von “Next to Normal” nach London wartet und deutsche Fans hoffen, dass ein Stadttheater mutig genug sein wird, sich des anspruchsvollen Musicals anzunehmen, sind die Skandinavier schon vorgeprescht Im Norske Teatret in Oslo findet im Herbst 2010 die europäische Uraufführung von “Next to Normal statt, als erste Produktion jenseits des Broadway überhaupt. Regie führt Svein Sturla Hungnes, wer mitspielt, ist noch nicht bekannt. Bis es so weit ist, können sich die Norweger über eine andere Musicalpremiere freuen: Im Nye Teater Oslo feiert “Spring Awakening” am 29.Januar seine norwegische Uraufführung. In den Hauptrollen sind Lena-Kristin Ellingsen, Jens-Petter Olsen und Adil zu sehen.
Mamma mia! – Italien bleibt nicht verschont
Eigentlich war klar, dass Stage Entertainment auch in Italien nach dem McDonalds-Prinzip Shows auf die Beine stellt: Perfekte Klone ihrer anderen Produktionen. Nach dem Auftakt mit einer italienischen Version von Disneys “Die Schöne und das Biest” im Teatro Nazionale in Mailand, wird wohl noch in diesem Jahr eine italienische Version von “Mamma mia” starten. Vermutlich wird das ABBA-Reycling dann wieder im Teatro Nazionale Premiere feiern, dem funktional-kalten Zweckbau den die Stage in Mailand erworben hat (siehe Bild), während die Schöne und das Biest umziehen – erwartet wird ein Transfer nach Rom. Für beide Shows wurden nun Auditions ausgeschrieben – und außerdem für eine italienische Version von “Flashdance”.Das erstaunt dann schon eher, denn die Bühnenversion, die schon länger durch Großbritannien getingelt ist, hat es bislang weder ins West End geschafft, noch in ein anderes europäisches Land. So können sich die Italiener wenigstens über eine Uraufführung freuen – und wenn Stage Entertainment die Rechte an Flashdance besitzt, werden sich die Klone wohl auch bald nördlich der Alpen verbreiten.
Antonio Banderas als Zorba am Broadway
Nach einem Bericht der New York Post soll der spanische Filmstar Antonio Banderas am Broadway zum Griechen werden: Er soll in der kommenden Saison die Titelrolle in einem Revival von "Zorba" spielen, dem Musical von John Kander und Fred Ebb, das auf dem Buch "Alexis Sorbas" des großen griechischen Volksdichters Nikos Kazantzakis basiert.In der Uraufführung von 1968 spielte Herschel Bernardi die Titelrolle, im letzten großen Revival von 1983 übernahm sie dann Anthony Quinn, der Alexis Sorbas bereits in der Verfilmung des Buches 1965 unsterblich machte (und damit den in jedem griechischen Touristenort am Leben erhaltenen Mythos schuf, dass der Sirtaki ein griechischer Volkstanz sei).
Beim geplanten neuen Revival soll Gary Griffin (The Color Purple) Regie führen, die Choreographie kommt von Sergio Trujillo. Für Antonio Banderas wäre es bereits die zweite Hauptrolle am Broadway. Bereits vor einigen Jahren stand er im Revival von Nine als Guido auf der Bühne.
Mittwoch, 13. Januar 2010
Berlin rotiert zu Queen – We will rock you kommt
Wieder eine Neuigkeit, die eigentlich keine mehr ist: Das Queen-Recycling "We will rock you" kommt ab Oktober nach Berlin ins Theater des Westens. Nach vier Jahren in Köln und 15 Monaten in Stuttgart scheint das Stück noch nicht vollständig ausgepresst zu sein, da kann man noch ein Jahr Berlin dranhängen. Vielleicht ist es auch die Strafe der Berliner dafür, dass sie frische neue Musicals wie den "Schuh des Manitu" oder die "Producers" nicht angenommen haben, da geht man lieber auf Nummer sicher. Der unabhängige Beobachter fragt sich allerdings was sich die Chefetage der Stage Entertainment dabei gedacht hat, die Show im Oktober 2010 starten zu lassen, nur wenige Wochen vor der Weltpremiere des Udo Lindenberg-Recyclings "Hinterm Horizont". Bekannt ist, dass die Berliner generell wenig Geld haben und "arm aber sexy" keine überteuerten Musicaltickets kaufen können. Wenn man sie und die brandenburgische Umgebung überhaupt locken kann, dann wohl nur einmal im Jahr. Auf die Touristen braucht man nicht setzen, die haben schon mehr als genug Musicals die kalte Schulter gezeigt und gehen lieber in den Friedrichstadtpalast oder die Oper. Zudem sowohl Queen als auch Udo Lindenberg ihre große Zeit in den frühen 80'ern hatten und somit die gleiche Zielgruppe ansprechen. So schnappt sich Stage Entertainment nur gegenseitig die potenziellen Zuschauer weg.
Wer wird gewinnen? Ich würde auf Queen setzen: Brilliante Bombast-Rockmusik die "live" immer gut rüberkommt, vor allem bei Mitgröhlhits wie "We are the champions" und ein hoher Bekanntheitsgrad der Show an sich. Und wenn ausländische Berlin-Touristen überhaupt ein Musical ansteuern, dann kennen sie auch viel eher Queen als Udo. Zumal zumindest ich den Eindruck habe, dass die Deutschen ziemlich "wiedervereinigungsmüde" sind, seit die Euphorie der ersten Jahre weg ist. Im Herbst wissen wir mehr...
How I met your mother - Girls vs Suits
In den USA wurde nun die 100.Folge der erfolgreichen Sitcom "How I met your mother" ausgestrahlen - mit der versprochenen großen Show Nummer"Nothing suits me like a suit" von Neil Patrick Harris (Barney). Man fragt sich was es eigentlich soll, dass CBS dann wieder die Ausstrahlung des Clips auf die USA begrenzt hat und User aus anderen Ländern außen vor lassen will. Der Clip erscheint sowieso innerhalb von Tagen in x-facher Ausführung für alle auf youtube. Da stünde es CBS wesentlich besser zu Gesicht den mit Spannung erwarteten Clip allen Fans der Sitcom und von NPH gleich komplett zu zeigen. Die Nummer selbst ist übrigens grandios:
Dienstag, 12. Januar 2010
Spiderman am Broadway verschoben
Die (fast) überflüssigste Pressemitteilung des noch jungen Jahres kommt von den Produzenten des Spiderman-Musicals am Broadway: Was eigentlich allen längst klar war, wurde nun offiziell bestätigt: Die Produktion wird nicht wie geplant am 25.Februar im Hilton Theatre starten. Nach einem Bericht der New York Post sollen die Previews nun im September beginnen und die große Premiere im November stattfinden. Mal sehen ob es klappt. So sehr ich mich freuen würde dieses Kuriosum im September live sehen zu können – auf einen Kauf von Eintrittskarten im voraus werde ich lieber verzichten.
Passing Strange auf DVD
Dem Musical “Passing Strange” war in der letzten Saison trotz sieben Tony-Nominierungen kein großer Erfolg beschieden. Obwohl Autor-Komponist Stew (der als Mark Stewart auf die Welt kam) sogar den Tony für das beste Buch in Empfang nehmen durfte, verabschiedete sich das “All Black Musical” nach 165 Vorstellungen wieder vom Broadway. Doch dies reichte immerhin um Film-Regisseur Spike Lee auf das Stück aufmerksam zu machen, der die letzten drei Vorstellungen im Belasco Theatre live mitschnitt und daraus “Passing Strange: The Movie” machte. Das Ergebnis kann man in den USA am 13.Januar auf PBS bewundern, zeitlgleich wird auch die DVD veröffentlicht.“Passing Strange” erzählt die Geschichte eines jungen Schwarzen, der nur “Youth” genannt wird, der Mitte der 70’er Jahre von Los Angeles aus auf der Suche nach seiner “künstlerischen und persönlischen Identität” nach Europa geht, wo es ihn zunächst ins ultraliberale Amsterdam verschlägt und später in das extrem politische (West-)Berlin. Als “Coming of age”-Story insofern nichts besonderes, aber trotzdem ganz bestimmt sehenswert.
Spamalot verlässt Madrid, öffnet in Paris
Monty Pythons Spamalot wechselt über die Pyrenäen: In Spanien wurde nun das “Aus” für die schrille Ritterklamotte verkündet, die seit September im Teatro Lope de Vega in Madrid zu sehen war. Davor wurde das Musical schon ein Jahr lang in Barcelona gezeigt. Die letzte Vorstellung wird am 28.Februar stattfinden. In den Hauptrollen waren u.a. Jordi Bosch als Arthur und Dulcinea Juárez als Lady of the Lake zu sehen. Doch das heißt nicht, dass für die Python-Ritter in Europa der letzte Vorhang fällt: In Paris geht es schon am 5.Februar weiter mit einer französischsprachigen Aufführung im Théâtre Comedia in der Regie und Übersetzung von Pierre-Francois Martin-Laval, der auch die Hauptrolle des Arthur übernommen hat. Ihn zur Seite steht Gaëlle Pinheiro als Lady of the Lake (La Dame du Lac), sowie Olivier Denizet (Robin), Philippe Vieux (Lancelot), Grégoire Bonnet (Bedevere), Arnaud Ducret (Galahad), Andy Cocq (Patsy) und Laurent Paolini (Prince Herbert).
Mit Eintrittspreisen von maximal 35 Euro hebt sich “Spamalot” erfreulich von den anderen Produktionen in Paris ab. Ob dies und die Zugkraft von Comedystar Martin-Laval reichen um die Plätze im Théâtre Comedia zu füllen, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen gut.
Montag, 11. Januar 2010
Cannibal! The Musical in London
Es scheint eine stetige Nachfrage nach trashigen Horror-Musicals zu geben, anders kann ich mir die Meldung nicht erklären, dass im Sommer “Cannibal! The Musical” von Trey Parker (ja, der “South Park” Trey Parker) ins Londoner Leicester Square Theatre einzieht. Die Geschichte des einzigen Amerikaners, der je wegen Kannibalismus angeklagt wurde, wurde von Parker bereits 1996 in seinen Studentenjahren adaptiert.Alfred Packer zog im Jahre 1873 mit einer ganzen Gruppe Abenteurer auf der Suche nach Gold durch Colorado und als sich die Gruppe verirrte und nichts mehr zu essen hatte – naja, den Rest kann man sich denken.
Eine Bühnenversion von “Cannibal!” kam 2001 an den Off-Broadway und wurde von der Rival Theatre Company 2008 beim Edinburgh Festival gezeigt. Diese Produktion wird nun auch am 27.Juli im Leicester Square Theatre öffnen und bis 11.September gespielt.
Duncan Sheiks “Whisper House” in San Diego
San Diego kann sich freuen. In dieser Woche findet im Old Globe Theatre die Uraufführung von Duncan Sheiks neuem Musical “Whisper House” statt. Der Sänger/Songwriter kann nun beweisen, dass sein Hit “Spring Awakening” keine Eintagsfliege war. Die Chancen stehen gut, denn das schon länger erhältliche Concept Album von “Whisper House” verspricht wieder solide Songs und eine interessante Geschichte: Mitten im 2.Weltkrieg zieht der 11-jährige Christopher nach dem Tod seines Vaters zur Tante Lilly die in einem Leuchtturm in New England lebt, in dem es angeblich spukt. Die Songs im Stück werden von zwei “Geistern” gesungen, die das Unterbewusstsein von Christopher ausdrücken. Letztendlich geht es darum, dass man sich dem Unbekannten öffnen soll statt Angst davor zu haben. Eine Lektion, die vor allem in Deutschland ganz nützlich wäre. In San Diego spielt Mare Winningham die Tante Lilly, der 14-jährige Eric Brent Zutty den Christopher und David Poe und Holly Brook die beiden Geister. Peter Askin führt Regie.
Sonntag, 10. Januar 2010
München goes Off-Broadway? Naja…
Ach Deutschland. Dieser Blog soll ja eigentlich “weltweite” News umfassen. Ironischerweise ist es schwierig, gerade aus Deutschland spannende Neuigkeiten aus der Musicalwelt zu berichten. Wie so oft verfängt sich hier ein interessantes neues Projekt im üblichen Gestrüpp aus Pseudo-Anspruch der die deutsche Theaterszene dominiert. So klang es ja anfangs richtig spannend, als München den Start eines “Musicaltheaters” verkündete, das im Hofbräukeller kleinen “Off-Broadway”-Produktionen eine Chance geben wollte. Doch sehen wir nun eines (oder gar mehrere) der vielen interessanten kleinen Musicals, die in den letzten Jahren in New York erschienen sind?Weit gefehlt – neben dem “Snoopy”-Revival des Jungen Theater am Gärtnerplatz erscheint nun ein One-Woman-Stück basierend auf Lars von Triers unsäglich deprimierendem Film “Dancer in the Dark”, das man nur mit einer Flasche Prozac ertragen kann und bald darauf mit “Ach Luise” ein Stück das die Musik von Ralph Benatzky verwurstet, dem “Erfinder des deutschen Chansons”. Natürlich ist es schön, dass die Initiave von Künstlern wie Navina Heyne, die sich hier die Schuhe von Björk anzieht, oder von Iris Marie Kotzian und Philipp Moschitz hier Raum bekommt sich einem Publikum zu präsentieren, aber von einem “Off-Broadway”-Angebot ist das nun leider wirklich weit entfernt. Da hilft auch die mittlerweile in Deutschland sehr beliebte JRB-Schmonzette "The last five years" nichts.
Samstag, 9. Januar 2010
Jihad! The Musical jetzt in London zu sehen
2007 sorgte “Jihad! The Musical” für Aufsehen beim alljährlichen Edinburgh Fringe Festival, nun ist das erfrischend politisch unkorrekte Musical in London angekommen und spielt seit gestern im Jermyn Street Theatre. Das freche Stück von Benjamin Scheur (Musik) und Zoe Samuel (Buch) erzählt die Geschichte eines naiven jungen Afghanen aus Jalalabad, der von einer amerikanischen TV-Reporterin auf der Suche nach einem fernseh- kompatiblen Terroristen in eine reichlich unfähige Sleeper-Gruppe in den Westen eingeschleust wird. Zu den bekannt gewordenen Songs gehören “Building a bomb today” und “I wanna be like Osama”, in den Hauptrollen sind Delroy Atkinson, Gina Murray und Sorab Wadia zu sehen.Das Stück nimmt auf satirische Weise den Kampf gegen den Terror aufs Korn, die Weltpolitik und das Zusammenspiel zwischen den Medien und dem Terrorismus, der nach wie vor umsatzkräftige Schlagzeilen generiert. “Jihad!” beweist dass auch London nach wie vor fähig ist, intelligente neue Musicals auf die Beine zu stellen. Da schon vor der Premiere viele Vorstellungen ausverkauft sind, kann man auf einen Transfer in ein größeres Theater hoffen.
A Man of No Importance ab Februar in London
Und noch ein spannender Transfer in London: Die Produktion des Union Theatre von “A Man of No Importance” von Lynn Ahrens und Stephen Flaherty öffnet am 9.Februar im Arts Theatre im West End für eine begrenzte Spielzeit von einem Monat. “A Man of No Importance” wurde 2002 am New Yorker Lincoln Center uraufgeführt, verschwand dann aber ebenso in der Versenkung wie andere Werke des unterschätzten Autoren-Duos, deren bekanntestes Werk “Ragtime” ist.Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1994 und erzählt die Geschichte des irischen Busfahrers Alfie Byrne, der im Dublin der 60’er Jahre in “seinem” Bus Gedichte rezitiert und das lokale Amateurtheater leitet. Das Musical ist eine Hommage an die Fantasie und Kreativität der "kleinen Leute". In London spielt Paul Clarkson die Rolle des Alfie, der im Film von Albert Finney gespielt wurde.
Donnerstag, 7. Januar 2010
Neue CD von John Barrowman ab 22.Februar erhältlich
Die zahllosen Fans von John Barrowman, der derzeit noch in Cardiff einen ziemlich feschen Panto-Robin Hood gibt, dürfen sich freuen: Am 22.Februar erscheint eine wirklich ganz neue CD des West End-Stars mit 13 neuen Songs aus verschiedenen Musicals, darunter auch das Duett “So Close” aus dem Disneyfilm “Enchanted” mit Jodie Prenger. Interessanter ist meinesachtens die Tatsache, dass der schöne John gleich zwei Songs aus “The Boy from Oz” aufgenommen hat – bewirbt sich da jemand um die Hauptrolle bei einer potenziellen West End-Produktion? Die komplette Tracklist:
When I Get My Name In Lights (from The Boy from Oz)
One Night Only (from Dreamgirls)
Copacabana (from Copacabana)
I Won’t Send Roses (from Mack and Mabel)
Memory (from Cats)
The Kid Inside (from Is There Life After High School?)
My Eyes Adored You (from Jersey Boys)
Don't Cry Out Loud (from The Boy From Oz)
So Close (from "Enchanted") duet with Jodie Prenger
Unusual Way (from Nine)
You’ll Never Walk Alone (from Carousel)
The Winner Takes It All (from Mamma Mia!)
Oh What A Night (from Jersey Boys)
Stephen King und John Cougar Mellencamp schreiben Musical “The Ghost Brothers of Darkland County”
Derzeit kursieren halbgare Gerüchte über ein Musical von Horrormeister Stephen King mit u.a. Kris Kristofferson, Elvis Costello und Sheryl Crow. Naja, wohl dem der (englisch) lesen kann. Tatsächlich hat Stephen King, dessen größte Buchhits wie “Es” und “Carrie” nun auch schon gut zwei Jahrzehnte zurückliegen, ein Musicalbuch verfasst, zu dem Altrocker John “Cougar” Mellencamp die Musik verfasst hat. Das Stück sollte ursprünglich 2008 in Atlanta auf die Bühne kommen, doch die Premiere wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.Nun wird es das Stück immerhin auf CD geben, inclusive einem vollem Textbuch, einer Doppel-CD die sämtliche Songs und Dialoge beinhaltet und einer Einzel-CD die nur die Songs beinhaltet. Für diese CD-Aufnahme wurden Stars wie Kris Kristofferson, Elvis Costello und Sheryl Crow gewonnen. Boxer Joe Frazier ist ebenso mit dabei wie Stephen King himself. Ob es eine Bühnenversion geben wird, ist derzeit noch unsicher, geplant ist wohl ein Tryout in Atlanta in der Hoffnung auf einen Broadway-Transfer.
“The Ghost Brothers of Darkland County” erzählt die Geschichte einer geheimnisvollen Tragödie, die sich im Jahr 1957 im verschlafenen Südstaaten-Nest Lake Belle Reve ereignete und und die beiden Brüder aus dem Titel und einem jungen Mädchen das Leben kostete. Nach vierzig Jahren will Joe McCandless (Kristofferson) nun auspacken was damals wirklich geschah.
Mittwoch, 6. Januar 2010
La Cage aux Folles in Amsterdam
Das erfolgreiche Londoner Revival von "La Cage aux folles" scheint dieser Show eine Menge neues Leben einzuhauchen: Nach dem Transfer an den Broadway wird nun auch in den Niederlanden eine neue große Produktion des Stückes geplant: Ende November 2010 soll es das frisch umgebaute Nieuwe de la Mar Theater in Amsterdam eröffnen, das dann nur noch DeLaMar heißen wird und über zwei Bühnen mit insgesamt 1500 Zuschauerplätzen verfügen wird. Interessant ist die Besetzung: Neben Jon van Eerd als Albin/Zaza, der auch die niederländische Übersetzung der Dialoge erstellen wird (die Songtexte werden von Martine Bijl übersetzt), ist Hollands Superstar Stanley Burleson als Georges mit von der Partie. In den Niederlanden will man jedoch eine "vollständig neue Interpretation" liefern, die sich jedoch "an der Produktion der Menier Chocolate Factory orientiert". Mal abwarten was dabei rumkommt...
American Idiot ab März am Broadway
Zu so einer Nachricht kehrt man ja gerne aus dem sonnigen Dubai zurück: Die Bühnenversion von Green Day's "American Idiot", die im Herbst in Berkeley Premiere hatte, wird ab März am Broadway zu sehen sein. Die Previews beginnen am 24.März im St.James Theatre, die offizielle Premiere findet am 20.April statt. Eine Cast wurde noch nicht bekanntgegeben, aber zu hoffen ist ja, dass die Stars aus Berkeley, darunter John Gallagher Jr und Tony Vincent auch in New York wieder dabei sein werden. Da zuckt die Hand ja doch ganz heftig um einen Flug in den Big Apple zu buchen um zwischen dem ganzen zuckrigen Fluff mal wieder eine richtig gute Rockshow erleben zu dürfen. Doch so schnell wie am Broadway manche Shows ihren vorzeitigen Tod sterben, warten wir mal lieber bis nach der Premiere und den Kritiken... Doch dank des Erfolges der neuen Green Day-CD "21st Century Breakdown", aus der auch vier Songs in das Musical eingeflossen sind, bleibt zu hoffen, dass genügend Rockfans ihren Weg ins Theater finden.
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