THE WIZARD OF OZ
Besser spät als nie, könnte man denken. Die neue Bühnenfassungn des "Wizard of Oz" im London Palladium hatte mich von Anfang an wenig gereizt - der Film mag ein netter Klassiker sein, aber musikalisch oder dramaturgisch machte das ganze ja nun nicht viel daher. Und auch die neuen Songs, die ALW zusammen mit Tim Rice beigesteuert hatten, liessen mich nicht grade freudig Tickets kaufen. Da es aber gute Plätze bei GILT günstiger gab und ich ohnehin nichts besseres zu tun hatte, ging ich also doch mal gucken - gerade noch rechtzeitig, ehe sich Michael Crawford und Danielle Hope verabschiedeten.
Das Team - Regisseur Jeremy Sams, Designer Robert Jones und Choreographin Arlene Phillips - haben aus dem Uralt-Film von 1939 ein optisch beeindruckendes Spektakel mit einigen tollen groflen Ensemble-Nummern gemacht, bunten fantasievollen Kostümen und einer mitreiflenden Tornado-Sequenz. Und irgendwie machte es auch richtig Spass, die so vertrauten Figuren aus dem Film auf der Bühne lebending werden zu sehen - Scarecrow (Paul Keating, ganz wunderbar), Edward Baker-Duly als Tin Man und David Ganly als Cowardly Lion und vor allem die böse Hexe, die fantastische Marianne Benedict,die Hannah Waddingham im letzten Jahr ersetzte (und die ich in Gedanken ständig Elphaba nannte...).
Als Professor Marvel/Wizard gab es ein Wiedersehen mit dem mittlerweile 70-jährigen Michael Crawford und als Dorothy erwischte ich gerade noch Casting Show-Gewinnerin Danielle Hope, die in drei Wochen zusammen mit Crawford die Show verlässt. Wobei ich nicht weiss, ob ich darüber froh sein soll, denn so richtig warm wurde ich mit ihr nicht. Während Joanna Lumley problemlos die Erinnerungen an Katherine Hepburn beiseite schubste, blieb mir hier doch immer die wesentlich süßere, herzigere Judy Garland im Kopf, während sich Charisma und Ausstrahlung von Frau Hope arg in Grenzen hielten. Die neuen Songs von ALW fügen sich harmonisch in die alte Musik von Harold Arlen ein, bieten aber keinen einzigen herausragenden Hit - die einzigen echten Ohrwürmer sind nach wie vor "Over the Rainbow" und "We're off to see the wizard".
Insgesamt ist der Wizard of Oz hervorragend gemachte Familien-Unterhaltung, wie es sie in den letzten Jahren immer häufiger auf den Musicalbühnen gab. Nicht unbedingt mein Ding, aber für das, was es ist, perfekt gelungen. Und, ach ja, Toto War in der Tat ein echter Scene-Stealer :)
THE LION IN WINTER
Eigentlich mochte ich den Film von 1968 immer, in dem sich Katherine Hepburn und Peter O'Toole als Eleanor of Aquitaine und Henry II. grandiose Wordduelle liefern, während sich ihre mißratenen Söhne Richard, Geoffrey und John um die Thronfolge zanken. Aber je mehr ich mich mit den Plantagenets beschäftigte (vor allem Sharon Penmans fantastisch detaillierte Trilogie über Henry II. sei jedem Liebhaber von historischen Romanen empfohlen) umso mehr missfiel mir so manches an diesem Film: Nicht, dass sich James Goldman, der auch schon das originale Theaterstück geschrieben hatte, ganz bewusst Anachronismen wie den Weihnachtsbaum und die Weihnachtsgeschenke Anno 1183 erlaubte, sondern eher die Besetzung: Richard, der legendäre Kämpfer, der als "Löwenherz" in die Annalen einging, war mit dem kleinen kompakten Anthony Hopkins komplett fehlbesetzt und auch wenn Prince John, der heute als fiktiver Bösewicht sämtlicher Robin Hood-Legenden bekannt ist, sicher kein toller Mensch war, brauchte er auch nicht als sabbernder Schwachkopf dargestellt werden. Und die große Katherine Hepburn,die ich eigentlich sehr liebe, legte mir die mächtigste Frau des Mittelalters dann doch etwas zu schwach und gebrochen an.
Nun gab es also endlich die Gelegenheit, das Stück einmal live auf der Bühne zu sehen und auch noch mit fantastischer Besetzung: Der von mir hochgeschätzte Robert Lindsay spielte Henry II. und Joanna Lumley, weltweit vor allem als völlig durchgeknallte Patsy aus Absolutely Fabulous bekannt, Eleanor. Und auch wenn ich ihre platinblonden Haare und dickes Augen-Make Up etwas fehl am Platze fand, hatte sie mich bereits nach fünf Minuten vollkommen überzeugt: DAS war die grofle Eleanor of Aquitaine, die sich niemals unterbuttern ließ und gegen die auch Henry kein Bein an die Erde kriegte. Köstlich! Auch die Söhne wussten zu überzeugen, vor allem Tom Bateman als hochgewachsener imposanter Richard, dem man den künftigen König direkt abnahm, James Norton als intriganter Geoffrey und Joseph Drake als Fiesling John. Komplettiert wurde das kleine Ensemble von Rory Fleck-Byrne als nicht weiter auffälliger König Philippe von Frankreich und Sonya Cassidy als Alais, die mit ihrem weißen Kleid und brünetten Haarschnecken aussah, als hätte sie sich vom Todesstern nach Chinon verlaufen.
Trevor Nunn setzte - wie ich finde völlig richtig - auf Comedy und Tempo und ließ einen verbalen Schlagabtausch auf den nächsten folgen, ohne dass das Publikum viel Zeit zum Luft holen hatte. Es wurde im weihnachtlichen Chinon intrigiert, gezofft und gemeckert und wenn man weiß, wie oft die Söhne tatsächlich gegen den dominanten Vater Henry II. rebellierten, erscheint es doch alles gar nicht so weit hergeholt. Es mag nicht Shakespeare sein, aber ein Abend gelungene Unterhaltung mit grandiosen Schauspielern.
PIPPIN
Es gibt Stücke, die einfach so veraltet sind, dass sie in der heutigen Zeit nicht mehr wirklich funktionieren. Dazu gehören auch die typischen Kreationen der 70'er Jahre, bei denen es weniger um eine sinnvolle Handlung ging, als um eine Art Happening mit simpelsten Kostümen und Songs, die lose durch einen roten Faden zusammengehalten wurden. Das berühmteste Beispiel ist sicher "Hair", das ab und zu auf Hippie-Nostalgie setzend, wieder rausgekramt wird. Auch Stephen "Wicked" Schwartz hatte zwei solcher Stücke auf Lager: "Godspell", das nach vielen Jahren gerade ein Broadway-Revival erlebt und "Pippin", ein Stück über den Selbstfindungstrip von Pippin, dem pazifistisch gesinnten Sohn von Kaiser Karl dem Großen.
Die Menier Chocolate Factory bzw Regisseur Mitch Sebastian hatten sich ein radikales Konzept ausgedacht um Pippin für das moderne Publikum interessant zu machen: Sie verlegten die Handlung in ein Computerspiel. Das war so brilliant wie durchgeknallt und ich habe jede Minute geliebt.
Harry Hepple spielte Pippin als einen typischen jungen Gamer, der vom Leading Player (Ex-Zorro Matt Rawle) in das Spiel geholt wird und sich dort über acht Levels mit Themen wie Krieg, Ruhm, Liebe und Religion auseinander setzen muss. Dabei erhalten sie Unterstützung von 1A-Darstellern wie Frances Ruffelle als Fastrada (kaum zu glauben, dass die Dame mittlerweile Mitte 40 sein soll), Gay Soper als Berthe, Ian Kelsey als Karl der Große und Jungstar Carly Bawden als Catherine. Die langen Tanznummern wurden durch die originale Choreographie von Bob Fosse ordentlich aufgepeppt und viele Songs wie "Magic to do", "Corner of the Sky" und "Extraordinary" sind an sich schon Hits.
Es mag wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack sein, aber ich persönlich fand dieses innovative Konzept brilliant und mal etwas wirklich neues, das einer sonst längst vergessenen Show wieder neues Leben einhaucht. Etwas, das viele ältere Shows verdient hätten. Und ein Stück das in einem Computerspiel oder im Cyberspace spielt - warum schreibt sowas nicht mal jemand?
RICHARD II.
Da man in London regelmässig von Shakespeare Aufführungen fast erschlagen wird, warte ich immer, bis jemand in der Besetzung auftaucht, den ich gerne mal live sehen möchte, ehe ich mir Shakespeare antue. In diesem Fall war es also Eddie Redmayne, der gerade die Zeit seines Lebens genießt und in "My Week with Marilyn" auf der Leinwand zu sehen ist, in der BBC-Adaption von "Birdsong" im Fernsehen und bald den Marius in der Verfilmung von "Les Miserables" spielen soll.
Mr Redmayne, den ich schon in der "Pillars of the Earth"-Verfilmung mochte und der für "Red" einen Tony Award gewann, spielte nun Richard II., jenen jungen englischen König, der zwar theoretisch sehr viel über Königtum und Ritterlichkeit weiss, aber praktisch seiner Umgebung ständig auf die Zehen tritt - solange, bis der von ihm verbannte Henry Bolingbroke nach England zurück kommt und ihm Land und Krone abnimmt um als Henry IV. die Lancaster-Dynastie zu begründen.
Im kleinen Donmar Warehouse wird man schon beim Reinkommen mit schweren Weihrauchwolken und einem reglos auf seinem Thron sitzenden Richard begrüsst, bis es dann losgeht. Michael Grandage hat seine letzte Donmar-Produktion flott inszeniert und es kommt selten Langeweile auf. Redmayne legt Richard von Anfang an als ziemlich durchgeknallt und "nicht ganz da" an, so dass es schwer fällt, mit ihm mitzufühlen und nicht von Anfang an Bolingbroke, den groflartigen Andrew Buchan, zu favorisieren. Dafür wurde die Szene, in der Richard schliesslich gezwungen ist, Krone und Land abzugeben und endlich die Realität zu konfrontieren, umso bewegender.
Insgesamt konnte die Aufführung zwar nicht mit der Intensität von Kevin Spacey & Co. in Richard III. letztes Jahr mithalten, aber gutgemachtes Drama war es allemal. Nett auch, weitere junge Grössen des englischen Schauspiels wie Ben Whishaw im Publikum zu sehen, der sinnigerweise Richard II. gerade für eine neue Fernsehadaption der BBC gespielt hat.
Sonntag, 29. Januar 2012
Montag, 23. Januar 2012
CD-Kritik: Scott Alan - What I wanna be when I grow up
Mit "What I wanna be when I grow up" legt Scott Alan den mittlerweile dritten Sampler mit von Musicalstars interpretierten Songs vor, der es mit einiger Verspätung nun auch zu mir geschafft hat. Insbesondere die Auswahl der Sänger/innen hat mich diesmal nicht wirklich gereizt, auch wenn es aus deutscher Sicht interessant ist, dass auch "unsere Elphaba" Willemijn Verkaik dabei ist. Mit "Watch me soar" hat sie leider einen Song bekommen, der thematisch sehr an Elphaba erinnert, aber weit hinter "Defying Gravity" zurück bleibt.
Überhaupt war ich nach den ersten drei Songs bereit, die CD schon wieder aus dem Fenster zu werfen, da es sich um ausgesprochen langweilige "Ich brauche einen Mann!"-Lieder handelt, wie es sie in den gerade in den New York beliebten modernen Beziehungskisten-Musicals schon gefühlt 100x gibt. Da hilft es auch nichts, dass "Nothing more" von Christopher Sieber gesungen wird und so - hach wie revolutionär! - ein Mann davon singt, dass er gerne einen Ehemann und Kinder hätte.
Erst der vierte Song "Warm", gesungen von Zak Resnick und Morgan James ist dann endlich mal musikalisch erfrischend und kommt mit einem netten Text daher.
"Not quite ready yet to grieve" ist eine schöne Ballade und der erste Song der mir wirklich in die Ohren ging - enttäuschend dass es dann doch nicht um den schmerzhaften Verlust durch den Tod ging wie ich anfangs dachte, sondern nur um "Hach, wir haben uns getrennt"-Geschluchze. Ganz ähnlich kommt auch Christiane Noll's wunderschönes "I remember" daher, bei dem ich dann erst gar nicht zugehört habe um nicht wieder von banalen Lyrics enttäuscht zu werden. Meine persönlichen Highlights sind eher "Over the mountains" in dem Bobby Steggert die Gefühle eines jungen Soldaten ausdrückt, der zum ersten Mal in den Auslandseinsatz zieht, und "Take me away" von Darius de Haas.
Aber unterm Strich lässt mich die CD doch eher kalt - echte Hits wie "Never Neverland", "If I Own Today" und "Home" sind hier Mangelware und auch der köstliche Humor von Liedern wie "I'm a Star" ist abwesend. Zu viel plätschert nur dahin und klingt wie schon oft gehört und auch wenn ich ab und zu eine gute Schnulze mag, sind mir auf 12 Songs 10 Herzschmerz-Songs eindeutig ein halbes Dutzend zuviel. Schade, Scott Alan.
Mittwoch, 18. Januar 2012
CD-Kritik: Amina Alaoui – Arco Iris
Achtung: Diese CD hat nichts mit Musicals zu tun. Wer lieber die 20.Cast-Aufnahme von Elisabeth sammelt, als über den Tellerrand zu schauen, braucht nicht weiterzulesen. Ich muss hier allerdings mal die Werbetrommel für diese grossartige Entdeckung rühren.
Das Inflight-Entertainment auf der Langstrecke nutze ich gerne dazu, unbekannte Filme und Musik zu entdecken, die in Europa gewöhnlich keine Chance haben. Am besten geht dies natürlich auf den Strecken nach Asien, wo man dann schon mal kleine Filmperlen aus Korea entdeckt oder gnadenlosen Trash made in Thailand. Auf der Suche nach Entspannung blieb ich bei einer vielversprechenden CD mit dem Titel “Arco Iris” (Regenbogen) hängen und einem wunderschönen Cover. Also mal reingehört und schon nach den ersten Tracks im Sitz geschmolzen.
Amina Alaoui ist eine in Marokko geborene Sängerin, die sich schon früh mit der klassischen andalusischen Musik beschäftigte, insbesondernde mit der Gharnati-Musik die im maurischen Granada des Mittelalters ihren Ursprung hatte. In Madrid und Frankreich kam dazu die europäische Musik des Mittelalters und die klassische Musik des alten Persiens. All diese Einflüsse vermengen sich bei “Arco Iris” zu einer wunderschönen Aufnahme voller orientalischer Klänge, die gerade in diesen eisigen Wintertagen an lange warme Abende in Spanien oder Nordafrika denken lassen und zugleich zu den Wurzeln der heute so berühmten südiberischen Songstile Fado und Flamenco zurück führen.
Eine wunderschöne CD und eine grandiose Künstlerin, die ich hiermit einfach mal vorstellen wollte. Bei Amazon kann man in die Tracks reinhören und auch bei Youtube ist Amina Alaoui natürlich vertreten.
Priscilla goes Italia
Nachdem Italien in letzter Zeit durch durchgedrehte Premierminister und umgekippte Kreuzfahrtschiffe eher Negativschlagzeilen machte, hier endlich mal eine gute Nachricht: Ein in Mailand weilender Freund machte mich darauf aufmerksam, dass bereits seit 14.Dezember und noch mindestens bis 28.Februar "Priscilla" im Teatro Ciak zu sehen ist. Eine anschließende Tournee ist geplant. Klammheimlich haben sich die Italiener also die kontinentaleuropäische Uraufführung des Stückes gesichert und führen es in der australischen Originalfassung auf - einschliesslich Bus und den einzigartigen Kostümen von Tim Chappel und Lizzy Gardiner.
In den Hauptrollen stehen Simone Leonardi als Bernadette, Antonello Angiolillo als Tick und Mirko Ranù als Adam auf der Bühne, gesungen wird in Englisch.
Die Preise sind für italienische Verhältnisse gesalzen: Unter der Woche zahlt man 79 Euro für die besten Plätze und am Wochenende sogar 89 Euro. Die billigsten Plätze kosten immer 39 Euro. Da ist es wenig verwunderlich, dass schon jetzt etliche Discount-Aktionen laufen. So gibt es am "Australia Day" (dem 26.Januar) 50% Rabatt. Aber egal: Wer Priscilla seit dem Abschied in London schon vermisst, kann sich nun südlich der Alpen seinen Fix abholen. Alles weitere unter www.priscillailmusical.it
Dienstag, 17. Januar 2012
Das "Phantom der Oper" schliesst in Las Vegas
Nach sechsjähriger Spielzeit wird sich das "Phantom" am 2.September aus dem Venetian Hotel in Las Vegas verabschieden. Für Vegas-Verhältnisse war es eine durchaus respektable Laufzeit, auch wenn viele Vorstellungen vor halbleeren Rängen stattfanden. Die amerikanische Wirtschaftskrise hat die Zockermetropole in Nevada hart getroffen, da viele US-Firmen ihre kostspieligen Konferenzen und Kongresse dort absagen mussten und auch den Touristen das Geld nicht mehr so locker in der Tasche sitzt. Wenn überhaupt, geht man in Vegas dann eher zu den großen bunten Spektakeln von "Cirque du Soleil" oder zu Konzerten. Die Preise für das "Phantom" hatten es dann auch in sich: Gute Plätze für die auf 90 Minuten gekürzte Show schlugen mit über $180 zu Buche.
Schade ist es trotzdem: Immerhin war die Version in Las Vegas die einzige, die nicht dem mittlerweile doch angestaubten Original aus London folgte, sondern eher auf die verschwenderisch schöne Ausstattung des Filmes setzte. Ein schöner Zug, den sich deutsche Produzenten einmal zu Herzen nehmen sollten: Für die letzte Woche Ende August werden "Phan Tickets" für $182 verkauft, die neben einem Sitz in der besten Kategorie einen speziellen Gift Bag enthalten und ein von den Darstellern signiertes Poster.
Was anschließend nach Vegas kommt, ist noch nicht bekannt: Heiße Favoriten sind "Memphis" und natürlich "Book of Mormon". Am Broadway ist für das Phantom dagegen nach wie vor noch kein Ende abzusehen.
Freitag, 13. Januar 2012
Sondheim goes Disney
Es ist schon erstaunlich - da weilt man über zwei Wochen am anderen Ende der Welt und in der Musicalwelt ereignet sich - nada. Nix, Niente. Nun gut, am Broadway hat es schon wieder frisch gestartete Shows wie "Lysistrata Jones" und bald "On a clear day you can see forever" dahingerafft, aber das kann auch nicht weiter erstaunen. Erstaunlich ist da eher, dass immer Broadway-Produzenten versuchen kleine peppige Off-Broadway-Shows, die für 50-60 Dollar einen tollen Abend bieten, zu horrenden Broadway-Preisen ans große Publikum zu bringen und so diese Shows zum Scheitern zu verurteilen. Nach "Lysistrata Jones" wird wohl auch "Once" diesen Weg gehen.
Egal, eine interessante Neuigkeit gab es dann doch noch. Stephen Sondheims Märchen-Satire "Into the Woods" soll verfilmt werden. Ausgerechnet von Disney. Will die Maus in den Gefilden von Dreamworks wildern, die mit der Märchen-Satire "Shrek" immerhin eine der erfolgreichsten Franchises der letzten Jahre herausbrachte? Oder hofft man auf eine Wiederholung des (moderaten) Erfolgs der letzten Sondheim-Verfilmung "Sweeney Todd"? In dem Fall müsste aber auch eine entsprechende Besetzung gefunden werden. Regie führt in jedem Fall Rob Marshall, der bereits die Musical-Verfilmungen "Chicago" und "Nine" recht überzeugend stemmte (wenn auch mit wenig Erfolg am Box Office) und für Disney bereits den letzten neuen "Pirates of the Caribbean"-Film in Szene setzte.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Guten Rutsch!
Musikalitis ist reif für die Insel und verabschiedet sich für zwei Wochen in Richtung Südostasien.
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