Achtung: Diese CD hat nichts mit Musicals zu tun. Wer lieber die 20.Cast-Aufnahme von Elisabeth sammelt, als über den Tellerrand zu schauen, braucht nicht weiterzulesen. Ich muss hier allerdings mal die Werbetrommel für diese grossartige Entdeckung rühren.
Das Inflight-Entertainment auf der Langstrecke nutze ich gerne dazu, unbekannte Filme und Musik zu entdecken, die in Europa gewöhnlich keine Chance haben. Am besten geht dies natürlich auf den Strecken nach Asien, wo man dann schon mal kleine Filmperlen aus Korea entdeckt oder gnadenlosen Trash made in Thailand. Auf der Suche nach Entspannung blieb ich bei einer vielversprechenden CD mit dem Titel “Arco Iris” (Regenbogen) hängen und einem wunderschönen Cover. Also mal reingehört und schon nach den ersten Tracks im Sitz geschmolzen.
Amina Alaoui ist eine in Marokko geborene Sängerin, die sich schon früh mit der klassischen andalusischen Musik beschäftigte, insbesondernde mit der Gharnati-Musik die im maurischen Granada des Mittelalters ihren Ursprung hatte. In Madrid und Frankreich kam dazu die europäische Musik des Mittelalters und die klassische Musik des alten Persiens. All diese Einflüsse vermengen sich bei “Arco Iris” zu einer wunderschönen Aufnahme voller orientalischer Klänge, die gerade in diesen eisigen Wintertagen an lange warme Abende in Spanien oder Nordafrika denken lassen und zugleich zu den Wurzeln der heute so berühmten südiberischen Songstile Fado und Flamenco zurück führen.
Eine wunderschöne CD und eine grandiose Künstlerin, die ich hiermit einfach mal vorstellen wollte. Bei Amazon kann man in die Tracks reinhören und auch bei Youtube ist Amina Alaoui natürlich vertreten.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen