Musikalitis ist reif für die Insel und verabschiedet sich für zwei Wochen in Richtung Südostasien.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Guten Rutsch!
Dienstag, 27. Dezember 2011
Stage Entertainment bringt “Ghost” und “Made in Dagenham”
Über Weihnachten gab es neues von Onkel Joop: Wie der Chef der niederländischen Abteilung Maurice Wijnen per Twitter wissen ließ, hat sich Stage Entertainment wohl die Rechte an “Ghost – the Musical” gesichert und wird Kontinentaleuropa mit Klonen der recht erfolgreichen London-Version überziehen. Wenn man sieht, wie gut die uninspirierte aber balladen- und effektreiche Film-Adaption zumindest bei den deutschen Fans ankommt, dürfte Onkel Joop hier wohl aufs richtige Pferdchen setzen. Zunächst soll “Ghost” in der Saison 2012-2013 in den Niederlanden starten; für Deutschland ist noch nichts geplant.
Während Deutschland sich wieder mal mit Importquark aus den USA à la “Rocky” begnügen muss, setzt Stage Entertainment derzeit in Großbritannien auf ein Stück englischer Geschichte und adaptiert den Film “Made in Dagenham” als Musical. Der Film aus dem Jahr 2010 schildert eine wahre Geschichte aus dem Jahr 1968, als die Näherinnen im Ford Werk Dagenham in Ost-London in ein Streik traten um Lohngleichheit mit den männlichen Arbeitern zu fordern. Die Damen, angeführt von Rita O’Grady, setzten sich durch und 1970 trat in Großbritannien der Equal Pay Act in Kraft. Das Musical nutzt den Film zwar als Vorlage, soll aber nach Auskunft von Stage Entertainment keine lahme 1:1-Adaption werden, sondern umgearbeitet werden mit neuen Figuren und anderen Handlungssträngen. Die Musik schreibt David Arnold, die Texte Richard Thomas. Für den Februar ist ein Workshop in London geplant, die West End-Premiere soll 2013 stattfinden.
Dienstag, 20. Dezember 2011
CD-Kritik: Soho Cinders
Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk bescherten mir George Stiles und Anthony Drewe zusammen mit Dress Circle in Form der Konzert-Aufnahme von “Soho Cinders”. Die moderne Fassung des guten alten Cinderella-Stoffes schrieben die beiden schon vor einigen Jahren und einige der bekanntesten Songs werden schon länger von englischen Musicalstars bei ihren Konzerten und Cabarets genutzt. Doch wie bei den beiden so häufig, werden ihre hervorragenden kleinen Musicals zugunsten von lahmen Jukebox-Musicals und Franchises ignoriert. Immerhin fand am 9.Oktober im Queens Theatre ein einmaliges Konzert mit hochkarätigen West End Stars wie Hannah Waddingham, Michael Xavier und und Amy Lennox statt, das auf CD verewigt wurde und uns so eine Möglichkeit gibt, endlich einmal die gesamte Show zu hören.
Wie der Titel schon verrät, spielt diese moderne Cinderella-Fassung in Londons Party-Stadtteil und Rotlichtviertel Soho. Aus dem biederen Aschenputtel ist Robbie geworden, ein Jura-Student, dessen böser Vater sich das Erbe der an Alzheimer erkrankten Mutter unter den Nagel gerissen hat um daraus einen Stripclub zu machen. Um das Studium, mit er das Erbe zurück erstreiten will, zu finanzieren, arbeitet Robbie als Rentboy – und zu seinen Kunden gehört James Prince, Aspirant für das Amt des Bürgermeisters von London, der mit Marilyn verlobt ist. Natürlich sind auch die bösen Stiefschwestern in Form von Dana und Clodagh dabei und der in jeder englischen Panto als Cinderellas Freund auftretende Buttons als Velcro (geddit?), Inhaberin eines Waschsalons. Aus dem Ball wurde ein Fundraiser bei Princes Unterstützer Lord Bellingham.
Das erfrischendste an dem Musical ist nicht die etwas zu sehr verwickelte Geschichte, bei der noch einige andere mitmischen, sondern vor allem (wieder einmal) die gelungene Musik und die cleveren Songtexte, für die ich das Duo Stiles/Drewe schon lange liebe und die hier das moderne Großstadtleben clever reflektieren. Nach wie vor stechen die Balladen, die schon früher auf Konzerten zu hören waren, am positivsten heraus, darunter “Gypsies of the Ether” und “They don’t make glass slippers.” Auch Velcro hat ein sehr modernes Problem mit der Frage, warum sich soviele nette Männer als schwul entpuppen (“It’s hard to tell”) während die bösen Stiefschwestern Dana und Clodagh (Beverly Rudd und Suzie Chard) direkt erklären “I’m so over men”.
Newcomer Jos Slovick hat als Robbie die schönsten Songs zu singen, doch auch Michael Xavier als James Prince und Amy Lennox als Velcro können glänzen. Hannah Waddingham hat als Marilyn eher wenig zu tun, kann aber wenigstens im wunderschönen Duett “Let him go” mit Amy Lennox ihre großartige Stimme unter Beweis stellen.
Wer auf gutgemachte moderne Musicals steht, die “mitten ausm Leben raus” stammen und nicht nur irgendwelchen Herzschmerz früherer Jahrhunderte aufwärmen, ist bei “Soho Cinders” genau richtig. Als “großes” West End Musical ist die Show meinesachtens auch nicht unbedingt geeignet, aber als Long-Run in einem kleinen Theater vor Ort, wie zum Beispiel im Arts Theatre, im Leicester Square Theatre oder natürlich im Soho Theatre, wäre sie ganz einfach perfekt. Hoffentlich wagt sich mal jemand daran.
"Shrek" ab Oktober 2012 in Amsterdam
Produzent Albert Verlinde wagt sich auf das ureigenste Territorium von Onkel Joop und seiner Stage Entertainment: Ab Oktober 2012 wird "Shrek" als Sit-Down-Produktion im Amsterdamer RAI Theater aufgeführt und ist damit die erste Nicht-Stage Entertaiment-Produktion, die sich als Longrun versucht. Den "Soldaat van Oranje" im TheaterHangar in Valkenburg wollen wir mal nicht mitzählen, da er in einem eigens für das Stück umgebauten Saal spielt und dazu noch ein urholländischer Stoff ist und keine Franchise-Produktion made in USA wie sie Onkel Joop seit Jahr und Tag importiert.
Trotzdem ist es erfreulich, dass sich weitere Produzenten daran machen, das Stage Entertainment-Monopol zu brechen, nachdem Onkel Joop in den letzten paar Jahren weniger auf spannende Neu-Produktionen gesetzt hat, als auf das Recycling früherer Erfolge wie "Les Misérables" und "Cats". Vielleicht ist dies auch der Grund, warum für das Beatrix Theater in Utrecht nach Ablauf der Vietnam-Schmonzette im Februar noch kein Nachfolgestück bekannt gegeben wurde. Einzige Neuigkeit ist bislang eine erneute Tournee von "Blood Brothers", das Stage Entertainment bereits Ende der 90'er Jahre einmal (mit mäßigem Erfolg) rundgeschickt hat. Auch "Sister Act" soll wohl 2012 starten, aber wo und ob als Tournee oder Sit-Down ist noch nicht bekannt. Vielleicht ziehen die Nonnen ja in Utrecht ein.
Für "Shrek" ist es nach Paris und Madrid bereits die dritte kontinentaleuropäische Aufführung. Damit scheint das Stück in den Spuren von "Legally Blonde" zu folgen: Am Broadway nur mäßig erfolgreich, in London dann plötzlich ein Hit und schon wird der Kontinent aufmerksam (naja, ein großer Teil des Kontinents, Deutschland schläft natürlich weiter).
Trotzdem ist es erfreulich, dass sich weitere Produzenten daran machen, das Stage Entertainment-Monopol zu brechen, nachdem Onkel Joop in den letzten paar Jahren weniger auf spannende Neu-Produktionen gesetzt hat, als auf das Recycling früherer Erfolge wie "Les Misérables" und "Cats". Vielleicht ist dies auch der Grund, warum für das Beatrix Theater in Utrecht nach Ablauf der Vietnam-Schmonzette im Februar noch kein Nachfolgestück bekannt gegeben wurde. Einzige Neuigkeit ist bislang eine erneute Tournee von "Blood Brothers", das Stage Entertainment bereits Ende der 90'er Jahre einmal (mit mäßigem Erfolg) rundgeschickt hat. Auch "Sister Act" soll wohl 2012 starten, aber wo und ob als Tournee oder Sit-Down ist noch nicht bekannt. Vielleicht ziehen die Nonnen ja in Utrecht ein.
Für "Shrek" ist es nach Paris und Madrid bereits die dritte kontinentaleuropäische Aufführung. Damit scheint das Stück in den Spuren von "Legally Blonde" zu folgen: Am Broadway nur mäßig erfolgreich, in London dann plötzlich ein Hit und schon wird der Kontinent aufmerksam (naja, ein großer Teil des Kontinents, Deutschland schläft natürlich weiter).
Samstag, 17. Dezember 2011
"Flashdance" an den Broadway
Ausgerechnet das in London heftig gefloppte Musical "Flashdance" soll ab Herbst 2012 am Broadway zu sehen sein. Bis dahin sollen Buch und Musik der Bühnenadaption noch einmal gründlich überarbeitet werden. Nun fand ich "Flashdance" ja gar nicht mal so schlecht in London und könnte es mir ganz gut in europäischen Theatern vorstellen - beispielsweise als Tournee in den Niederlanden oder bei uns in Tecklenburg als Open Air - aber ob es nun für den Broadway reicht, wage ich zu bezweifeln.
Auch in der Gegenrichtung passiert eher zweifelhaftes - so verdichten sich gerade stark die Gerüchte, dass die New Yorker "Addams Family" bereits im Sommer 2012 in London öffnen will. Der Zeitpunkt wäre natürlich gut gewählt, denn während die zahlreichen für London geplanten Uraufführungen alle aus lauter Angst vor der Olympiade bis Herbst/Winter mit der Premiere warten, wäre es das einzige neue Musical in der Stadt für eine Weile. Andererseits ist es doch immer wieder enttäuschend bis nervig, wenn ausgerechnet die lauwarmen Shows transferieren, während es hervorragende kleinere Shows nicht schaffen, weil sich die großen Film-Franchises nunmal am besten melken lassen.
Auch in der Gegenrichtung passiert eher zweifelhaftes - so verdichten sich gerade stark die Gerüchte, dass die New Yorker "Addams Family" bereits im Sommer 2012 in London öffnen will. Der Zeitpunkt wäre natürlich gut gewählt, denn während die zahlreichen für London geplanten Uraufführungen alle aus lauter Angst vor der Olympiade bis Herbst/Winter mit der Premiere warten, wäre es das einzige neue Musical in der Stadt für eine Weile. Andererseits ist es doch immer wieder enttäuschend bis nervig, wenn ausgerechnet die lauwarmen Shows transferieren, während es hervorragende kleinere Shows nicht schaffen, weil sich die großen Film-Franchises nunmal am besten melken lassen.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Nicole Scherzinger und die vier Phantome
Und weils so schön ist, gleich noch ein Videoclip, diesmal von der Royal Variety Performance 2011, die am 5.Dezember in Manchester stattfand, und gestern auf ITV ausgestrahlt wurde. Andrew Lloyd-Webbers neueste Muse Nicole Scherzinger, die früher bereits "Love never dies" singen durfte, sang den Titelsong "Phantom of the Opera" mit vier Phantomen, von denen glücklicherweise keines ein solcher Ausfall war, wie weiland Peter Jöback beim 25th Anniversary Concert: Hier sind es die vier soliden West End-Phantome John-Owen Jones, Earl Carpenter, ein stark ergrauter Simon Bowman und ein neuerdings (für Valjean?) Bart-tragender Ramin Karimloo, die die überraschend gute Ex-Pussycat Doll unterstützen:
"Rock of Ages" - der erste Filmtrailer ist da
Die ersten köstlichen Eindrücke der auf 80'er Jahre getrimmten Filmstars mit einem besonders amüsant anzusehenden Alec Baldwin sind da. Auch wenn der Trailer wohl eher die trashigen Aspekte der Show betont, steht wohl doch auf jeden Fall amüsante leichte Unterhaltung ins Haus:
Mittwoch, 14. Dezember 2011
"The Wind in the Willows" als Musical in London
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Der schon zigfach adaptierte Kinderbuchklassiker "The Wind in the Willows" von Kenneth Grahame soll 2013 in London als Musical auf die Bühne kommen. Damit scheint der Trend zu Familienshows stabil zu bleiben, denn auch eine Adaption von Roald Dahls "Charlie and the Chocolate Factory" ist in Vorbereitung und soll schon Ende 2012 im London Palladium Premiere haben, wo mit "The Wizard of Oz" derzeit auch eine große Familienshow spielt. Interessant an der neuen Adaption von "The Wind in the Willows" ist vor allem das Creative Team: Musik und Texte werden von George Stiles und Anthony Drewe geschrieben, die mit "Betty Blue Eyes" leider nicht so erfolgreich waren, wie sie es verdient hätten, und die schon mit "Honk!" bewiesen haben, wie sie ein Märchen für Kinder doppelbödig und witzig gestalten können. Für das Buch zeichnet Julian Fellowes verantwortlich, der gerade mit "Downton Abbey" einen DER Fernsehhits in Großbritannien der letzten Jahre geschrieben hat, und der neben haarsträubenden Soap-Elementen auch köstliche Bonmots zu verfassen weiß.
Donnerstag, 8. Dezember 2011
Rebecca - Palladium Theater, Stuttgart
Der Fanhype der letzten Monate nach zu urteilen, sollte man meinen ein preisgekrönter weltweiter Megabestseller war auf dem Weg nach Stuttgart und nicht ein halbwegs gelungenes aber keineswegs herausragendes Musical, das in Wien insgesamt anderthalb Jahre recht gut gelaufen ist und anschliessend noch in Japan, Ungarn und Finnland gespielt wurde. Nun hat sich die Stage Entertainment also der Sache angenommen und das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze ins Stuttgarter Palladium Theater gebracht.
Bevor der Sturm der Entrüstung über mich hereinbricht, weil ich die Show nummal nicht besonders toll finde, kommen wir also erstmal zu den positiven Aspekten: Nicht nur wegen der überdimensionierten Treppe, die zum Schluss auch noch in Flammen aufgeht, ist Rebecca vor allem eines dieser Musicals, bei denen vor allem die üppigen Bühnenbilder im Gedächtnis bleiben. Projektionen werden hier, anders als beispielsweise bei der aktuellen “Elisabeth”-Tournee, geschmackvoll und passend eingesetzt, auch wenn ich – bei aller Liebe zur Serenissima - auf den Werbespot für Venedig hätte verzichten können, und manche Szenen sind auch ohne Brimborium spektakulär schön, z.B. auf dem blumenumrankten Balkon von Rebeccas Schlafzimmer.
Auch die Besetzung kann sich sehen und hören lassen, wobei vor allem die Damen rundum überzeugen. Lucy Scherer ist eine perfekte “Ich”, die sympathisch und liebenswert wirkt und die Entwicklung vom unsicheren kleinen Mädchen zur neuen Herrin von Manderley überzeugend meistert und dabei auch noch mit großer Stimme beeindruckt. Pia Douwes darf nun endlich als Mrs Danvers glänzen, eine Rolle die wohl mit ihr im Hinterkopf geschrieben wurde und in die sie entsprechend hervorragend passt. Schade wirklich, dass sie letztendlich bis auf gefühlt dreiundzwanzig Reprises des Titelsongs eher wenig zu singen hat. Thomas Borchert hat mit Sicherheit seinen Status als einer der führenden deutschen Musicalstars verdient, doch auch wenn er gut spielt und singt, so empfand ich ihn einfach nicht passend besetzt für einen englischen Landadeligen, wie sie von “Brideshead Revisited” bis “Downton Abbey” regelmäßig meinen Bildschirm bevölkern. Selbst Uwe Kröger, für den ich mich nun wirklich nicht oft erwärmen kann, war für mich als Maxim de Winter überzeugender.
Die Nebenrollen waren recht gut besetzt, wobei Kerstin Ibald als Beatrice als einzige der Wiener Originalbesetzung wieder dabei war und das wandelnde Klischee der patenten Lady vom Land abgeben musste, die burschikos mit Gummistiefeln und Flinte über ihre Äcker stapft. Traurigerweise nervten mich die Nebenfiguren jedoch größtenteils weil Kunze/Levay ihrem Prinzip treu blieben, jeder Nebenfigur mindestens ein Solo zu geben, egal wie überflüssig es war, so dass sie die Handlung einfach nur aufhielten statt sie voran zu treiben.
Und damit wären wir beim großen Manko der Show: Die Handlung, bzw der nicht vorhandene Handlungsfluss. Es dauert fast bis zum Ende des 1.Aktes, das so etwas wie Spannung entsteht, nachdem Mrs Danvers die verhuschte “Ich” beim Maskenball böse auflaufen lässt und triumphierend Reprise Nr. 8 von “Rebecca” singen darf. Bis dahin zieht sich eine quälend langsame Exposition hin, wie sich Maxim de Winter und “Ich” kennen- und lieben lernen und in Manderley Einzug halten, wo Dienstboten und Nebenfiguren alle einmal singen dürfen, ehe die Handlung einen Schritt vorwärts macht. Immerhin wurde das unsägliche “Wir sind britisch” gestrichen, doch das genauso unsägliche “I’m an American Woman” noch nicht.
Im zweiten Akt geht es zunächst mit der Entdeckung des Bootes und Maxims Geständnis spannend weiter, ehe die Handlung noch einmal mit der endlosen Bibliotheksszene und Favells “Eine Hand wäscht die andre” zum Stillstand kommt, bis Mrs Danvers endlich Manderley abfackeln darf.
Sylvester Levay hat einige wirklich gute Melodien geschrieben, darunter den Titelsong “Rebecca”, das eingängige “Ich hab geträumt von Manderley” und das schöne Duett “Jenseits der Nacht”, während andere recht nette Songs wie “Zeit in einer Flasche” und “Die Stärke einer liebenden Frau” vor allem an ihren unsäglich dummen Texten kranken und bei letzterem wohl Generationen von Feministinnen in ihren Gräbern rotieren.
Irgendwo in diesem quälend langatmigen Stück ist durchaus ein spannendes Musical versteckt, das man mit Mut zu kräftigen Schnitten vielleicht herauskitzeln könnte. Etliche Singsang-Stücke könnten durch kurze gesprochene Dialoge ersetzt werden, etliche überflüssige Songs für die Nebenfiguren ganz gestrichen werden, so dass die handvoll wirklich guter Songs wirklich glänzen kann. Bis zum ersehnten Broadway-Erfolg hat “Rebecca” jedenfalls noch einen sehr weiten Weg vor sich.Fotos: © Stage Entertainment 2011
Mittwoch, 7. Dezember 2011
"Once" ab März am Broadway
Der New York Theatre Workshop, der bereits den Riesenerfolg "Rent" herausbrachte, sowie eine Vielzahl neuer erfolgreicher Schauspiele, hat einen neuen Hit: Die Bühnenfassung des sympathischen kleinen Films "Once" transferiert im März 2012 ins Bernard C. Jacobs Theatre an den Broadway. Der gleichnamige Film von 2007 erzählte auf ruhige Art vor allem durch Musik die Geschichte eines irischen Straßenmusikers, der in Dublin auf eine tschechiche Einwandererin trifft, die ihn dazu bringt, an seine Träume zu glauben. Der Song "Falling Slowly" gewann den Oscar für den besten Filmsong. Die Rollen, die im Film von Glen Hasard und Markéta Irglová gespielt wurden, werden nun auf der Bühne von Steve Kazee und Cristin Milioti verkörpert und heißen weiterhin nur "Guy" and "Girl". Glen Hasard schrieb für das Musical zahlreiche neue Lieder, doch natürlich darf auch "Falling Slowly" nicht fehlen.
Donnerstag, 1. Dezember 2011
"American Idiot" 2012 auf UK Tour
Endlich! Das Musical "American Idiot", das auf dem gleichnamigen Album von Green Day basiert und am Broadway recht erfolgreich lief aber leider auch kein großer Hit war, kommt endlich nach Großbritannien. Die Premiere findet am 9.Oktober 2012 im Mayflower Theatre in Southampton statt; anschliessend ist das Stück zwei Monate auf Tournee, ehe vom 3.-8.Dezember im Apollo Hammersmith in London die letzten Vorstellungen gegeben werden. Wobei bei entsprechendem Erfolg weder eine Verlängerung noch ein Transfer ins West End ausgeschlossen sind. Doch bei dem sehr speziellen Thema und einer post-olympischen Mega-Saison mit mehreren großen Musical-Premieren im West End dürfte eine Tournee die richtige Entscheidung gewesen sein. Weitere Tournee-Stationen sind Cardiff, Edinburgh, Glasgow, Dublin, Manchester und Birmingham. Die Besetzung steht noch nicht fest, die Pressemitteilung spricht jedoch von einer amerikanischen Tour Cast.
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