Mittwoch, 7. Dezember 2011

"Once" ab März am Broadway

Der New York Theatre Workshop, der bereits den Riesenerfolg "Rent" herausbrachte, sowie eine Vielzahl neuer erfolgreicher Schauspiele, hat einen neuen Hit:  Die Bühnenfassung des sympathischen kleinen Films "Once" transferiert im März 2012 ins Bernard C. Jacobs Theatre an den Broadway.  Der gleichnamige Film von 2007 erzählte auf ruhige Art vor allem durch Musik die Geschichte eines irischen Straßenmusikers, der in Dublin auf eine tschechiche Einwandererin trifft, die ihn dazu bringt, an seine Träume zu glauben. Der Song "Falling Slowly" gewann den Oscar für den besten Filmsong. Die Rollen, die im Film von Glen Hasard und Markéta Irglová gespielt wurden, werden nun auf der Bühne von Steve Kazee und Cristin Milioti verkörpert und heißen weiterhin nur "Guy" and "Girl".  Glen Hasard schrieb für das Musical zahlreiche neue Lieder, doch natürlich darf auch "Falling Slowly" nicht fehlen.  

Ob sich die kleine feine Show dann auch am Broadway zu Broadway-Preisen durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.  Der letzte Off-Broadway-Transfer "Lysistrata Jones" kämpft jedenfalls schon mit extrem schwachen Ticketabsätzen und wird wohl dem großen Januarsterben anheim fallen. Damit würde es anderen Off-Broadway-Transfers wie "Bloody Bloody Andrew Jackson" folgen, die als kleine preisgünstige Shows hervorragend funktionieren, aber für das Massen-Entertainment am Broadway zu hohen Preisen einfach zu klein sind.  Apropos Januarsterben:  Auch Flop-König Frank Wildhorn darf wohl wieder einmal vorzeitig die Broadway-Koffer packen. Nach den mauen Kritiken für "Bonnie & Clyde" wurde der Kartenvorverkauf, der bis Ende März lief, auf Ende Dezember beschränkt. Zwar steht eine offizielle Ankündigung noch aus, aber das Ende für die Show ist damit wohl besiegelt. Schade, denn anders als soviele andere lauwarme Wildhorn-Werke schien Bonnie & Clyde tatsächlich einiges an Potenzial zu haben und die Score konnte sich hören lassen.

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