Montag, 21. November 2011

"Matilda" als bestes neues Musical ausgezeichnet

Den ersten Award der Saison hat "Matilda" bereits einkassiert: Gestern Abend wurde die Show als bestes neues Musical der Saison bei den Evening Standard Awards im Savoy Hotel in London ausgezeichnet. Die Konkurrenz war zugegeben nicht sonderlich stark: "Betty Blue Eyes" hat sich längst verabschiedet, und "London Road" war der Jury dann wohl doch zu avantgardistisch.

Bei den Hauptdarstellern musste sich "Trunchbull" Bertie Carvel jedoch (zurecht) dem Gespann Benedict Cumberbatch und Jonny Lee Miller geschlagen geben, die gemeinsam für "Frankenstein" am Royal National Theatre ausgezeichnet wurden, wo sie alternierend den Doktor und das Monster gaben. Bei den Damen gewann Ex-"Legally Blonde"-Star Sheridan Smith für ihre Rolle in Terence Rattigans "Flare Path" und dürfte sich damit auch als seriöse Schauspielerin etabliert haben und nicht mehr nur als blonde Comedy-Nudel wahrgenommen werden.

Den Preis für das beste Schauspiel durfte Richard Bean gleich doppelt mit nach Hause nehmen - für sein neugeschriebenes Werk "The Heretic", das den Klimawandel behandelt, sowie für seine hochgelobte Adaption "One Man, Two Guvnors" von Goldonis Klassiker "Servant of Two Masters". Einen Sonderpreis gab es für den scheidenden Intendanten des Donmar Warehouse, Michael Grandage, dafür, dass er aus dem winzigen Theater in Covent Garden "einen Star" gemacht hat. Auch dies völlig zu Recht.

Insgesamt ausnahmsweise eine Preisverleihung wo ich zu hundert Prozent hinter den Awards stehe. Das lässt für die Oliviers hoffen, die sich meistens den ein oder anderen Klopper erlauben.

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