Die beliebte britische Theater- website Whatsonstage.com hat am gestrigen Sonntag ihre alljährlichen Awards verliehen, die sie als "Theatregoer’s Choice" verstehen: Hier stimmen die Zuschauer über ihre Favoriten ab und nicht wie bei den Olivier Awards eine Jury. Die Preise wurden bei einer großen Gala im Prince of Wales Theatre vergeben – und Überraschungen gab es kaum.Verdienter Sieger in der Kategorie Best Musical wurde "Legally Blonde" samt seiner Leading Lady Sheridan Smith als Beste Hauptdarstellerin. "Pauline" Jill Halfpenny wurde als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Auf der Herrenseite räumten dann die beiden Stars von "Love never dies" ebenso verdient ab: Ramin Karimloo als Bester Hauptdarsteller und Joseph Millson als bester Nebendarsteller.
"Wicked" erwies sich als das Musical mit den meisten Fans und gewann den Award für beste Long Run-Show in London, die aktuelle Elphaba Rachel Tucker wurde mit dem Preis für „Best Takeover in a role“ ausgezeichnet. Broadway-Jungstar Jonathan Groff erhielt den Award für "London Newcomer of the Year" für sein West End-Debüt im Thriller "Deathtrap".
Auch Dauerbrenner "Les Miserables" durfte sich über Preise freuen: Etwas fragwürdig in meinen Augen die Entscheidung die aktuelle Tournee, die auch im Barbican Theatre gastierte, als Bestes Revival auszuzeichnen, da die Originalversion immer noch läuft und dies nur eine anders inszenierte Tournee war. Völlig verdient hingehen die Auszeichnung für das 25th Anniversary Concert im O2 als "Theatre Event of the Year" und für die beste Ensemble-Leistung.
Timothy Shearer wurde zum besten Regisseur gekürt, u.a. für seine kreative Inszenierung von "Into the woods" im Open Air Theatre Regents Park. Im Bereich Schauspiel gewannen David Suchet und Zoë Wanamaker verdient die Besten Hauptdarsteller-Awards für "All my Sons", als bestes Revival gewann jedoch "Cat on a hot tin roof". Beste Nebendarsteller wurden Tamsin Greig (The Little Dog Laughed) und der zukünftige Shrek Nigel Lindsay (Broken Glass) . Zum besten neuen Schauspiel wurde "Anne Boleyn" von Howard Brenton gekürt.
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