Das Stadttheater St.Gallen in der Schweiz wartet in den letzten Jahren mit einer Musicalprogrammierung auf, die jeden Musicaliebhaber nördlich der Grenze vor Neid erblassen lässt. Nach der Welturaufführung der Wildhorn-Schmonzette "Monte Cristo" im letzten Jahr bringen die Eidgenossen nun die deutschsprachige Uraufführung des Broadway-Hits "Avenue Q" von Robert Lopez und Jeff Marx auf die Bühne. Die deutsche Übersetzung stammt von Roman Riklin und Dominik Flaschka, der auch Regie führt. Der einzige Wermutstropfen sind die Eintrittspreise von 95 Schweizer Franken (rund 70 Euro) für die beste Preisklasse – auch wenn in der Schweiz bekanntlich alles ein bißchen teurer sind, hat das schon fast Kommerztheater-Niveau.Da es sich um eine Co-Produktion des Theaters mit Michael Brenner und dem Freddy Burger Management handelt, bleibt zu hoffen, dass die frechen Puppen aus der Avenue Q danach auch irgendwann ein Gastspiel in Deutschland geben. In St.Gallen setzt man dagegen weiterhin auf Innovation: Als nächstes steht eine Aufführung des Wiener Erfolgsmusicals "Rebecca" mit u.a. Thomas Borchert im Herbst 2011 auf dem Programm.
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